Fußball
Ødegaard trifft in der 72. Minute: Arsenal schlägt Hull 1:0 und zieht auf sechs Punkte davon
71 Minuten lang hielt das Emirates den Atem an: Hull City, Aufsteiger und hartnäckig, stemmte sich gegen den Titelverteidiger. Dann schoss Noni Madueke, Konstantinos Tzolakis konnte den Ball nur vor die Füße von Martin Ødegaard abwehren, und der Kapitän erledigte den Rest. Der 1:0-Sieg am Samstag, 7. November, beschert Arsenal den neunten Sieg in zehn Ligaspielen und sechs Punkte Vorsprung an der Spitze.
Das Tor, das alles löste
Die Erlösung kam in der 72. Minute. Der eingewechselte Madueke zog kraftvoll ab, Tzolakis konnte den Ball nur abklatschen. Ødegaard war als Erster am Abpraller und traf aus kurzer Distanz: Der griechische Torwart berührte auch den Nachschuss noch, konnte ihn aber nicht mehr abwehren. Es ist das dritte Ligator des Norwegers in dieser Saison, alle im Emirates erzielt. In der Schlussphase umspielte Madueke Tzolakis noch einmal, doch Brooke Norton-Cuffy klärte auf der Linie.
Hull ließ den Meister zittern
Arsenal hatte keinen Spaziergang erwartet, und Hull bot auch keinen. In der ersten Hälfte erspielten sich die Gäste sogar die besseren Chancen: John Egan sah seinen Kopfball knapp am Pfosten vorbeifliegen, David Raya musste sich strecken, um einen Schuss von Elliot Stroud aus spitzem Winkel abzuwehren, und Declan Rice musste in letzter Sekunde zurückeilen, um Tim Iroegbunam am Abpraller zu stören. Schiedsrichter Farai Hallam wurde auch zum Monitor geschickt, um einen möglichen Elfmeter zu prüfen, nachdem Nobel Mendy Kai Havertz im Strafraum am Trikot gezogen hatte – doch der Deutsche stand im Abseits. Nach der Pause musste Ezri Konsa in letzter Not gegen Mohamed-Ali Cho grätschen, und Lucas Gourna-Douath schoss direkt auf Raya.
Eine Abwehr aus Eisen
Wenn Arsenal gewann, ohne zu glänzen, dann, weil seine Abwehr nicht nachgibt. Die Gunners haben in zehn Ligaspielen zum siebten Mal zu null gespielt – nur drei Teams in der Geschichte der Premier League haben zu diesem Zeitpunkt einer Saison mehr geschafft (acht). Sie sind nun vier Ligaspiele in Folge ohne Gegentor, die längste Serie seit fünf Spielen zwischen Ende Dezember 2005 und Mitte Januar 2006. Hull kam nur auf 0,34 erwartete Tore (xG) bei sieben Versuchen. Arsenal selbst erzeugte nur 1,08 xG aus 21 Schüssen – der Beweis für einen schwierigen Nachmittag in der Offensive, den der Kapitän rettete. Es war außerdem der 34. 1:0-Sieg von Arsenal unter Mikel Arteta, die meisten eines Teams seit seinem Amtsantritt im Dezember 2019.
Tabellenführer bis zur Pause
Mit 27 Punkten aus zehn Spielen bleibt Arsenal garantiert Tabellenführer über die Länderspielpause hinweg. Der Vorsprung beträgt sechs Punkte auf Manchester City, das im Abendspiel bei Nottingham Forest antrat. Der Kapitän beweist derweil weiter seine Stärke gegen Aufsteiger: 18 Torbeteiligungen in seinen letzten 22 Ligaspielen gegen einen Aufsteiger (12 Tore, 6 Vorlagen). Arsenal hat außerdem die letzten zehn Heimspiele in allen Wettbewerben gewonnen – nur eine Serie von zwölf Siegen im November 2022 war unter Arteta länger. Anderswo am Samstag schlug Leeds Tottenham 1:0, und Fulham trennte sich 1:1 von Newcastle. Für Hull geht die sieglose Serie weiter: acht Ligaspiele ohne Sieg nach einem starken Saisonstart.